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Gemeinsam gegen Kinderarmut

Kinderarmut ist eine Realität in der Schweiz. Geht es den Eltern finanziell schlecht, leiden die Kinder am meisten. Sie können nicht wie ihre Gspänli an der Gesellschaft teilnehmen, was unmittelbare wie langfristige negative Folgen hat. Mittels spezifischen Betreuungslösungen und Camps verbessert Kovive gemeinsam mit Partnerfamilien, Freiwilligen und Dank Ihrer Unterstützung die Lebenssituation und Zukunftschancen von armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.

Wo Kinderarmut am meisten droht 

"Armut bedeutet Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial), so dass die betroffenen Personen nicht den minimalen Lebensstandard erreichen, der im Land, in dem sie leben, als annehmbar empfunden wird." (Bundesamt für Statistik)

Kinderarmut ist oft dort anzutreffen, wo Eltern aufgrund fehlender Bildung, einer chronischen Krankheit oder anderer Schicksalsschläge von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Aber auch Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen, sog. Working-Poor, Grossfamilien und Alleinerziehende sind einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. In konkreten Zahlen heisst das:

  • 675’000 Personen in der Schweiz sind von Armut betroffen
  • Darunter sind 100’000 Minderjährige
  • Unter den Erwerbstätigen leben 165'000 Personen in Armut
  • Etwa 49'000 Kinder leben in solchen Working-Poor-Haushalten
  • Rund 269'000 der Minderjährigen in der Schweiz sind von Armut bedroht

(Quelle: Bundesamt für Statistik)

Hinzu kommt, dass in vielen Kantonen die Sozialhilfe das Existenzminimum für Betroffene nicht mehr garantiert. So wurden 2016 die SKOS-Richtlinien zum Nachteil der Sozialhilfebezüger reformiert und der Grundbedarf bei Haushalten ab 6 Personen sowie bei jungen Erwachsenen bis 25 mit eigenem Haushalt gesenkt. 

 

Auswirkungen von Armut in der Kindheit

Ist eine Familie arm, besteht ein grosses Risiko, dass die Armut weitervererbt wird. Durch soziales Lernen übernehmen Kinder die Verhaltensweisen und Ansichten ihrer Eltern. Sie machen die Erfahrung, dass sie sich viele Dinge nicht leisten können und verinnerlichen diese. Hinzu kommt allzu oft das Problem der Stigmatisierung, wenn ein Kind immer nur abgenutzte Kleidung trägt, nicht wie seine Gspänli Nachmittage in der Badi verbringen oder am Klassenlager teilnehmen kann. Das ständige Bewusstsein darüber, anders zu sein und nicht dazu zu gehören, schwächt über kurz oder lang das Selbstwertgefühl.

Zudem können Eltern mit zeitlich und finanziell eingeschränkten Ressourcen ihrem Nachwuchs nicht die nötige Förderung bieten. Ein fataler Nachteil in unserer leistungsorientierten Gesellschaft. Wachsen Kinder in einem wenig anregenden Umfeld auf, fehlt es ihnen an Möglichkeiten ihre kognitiven, sozialen und motorischen Fähigkeiten zu trainieren. Dies kann sich negativ auf den schulischen Erfolg und den späteren Einstieg ins Berufsleben auswirken. Wie die Weltgesundheitsorganisation festhält, sind Kinder im späteren Leben körperlich und mental fitter, wenn sie sich bereits ab Säuglingsalter viel bewegen und im Freien spielen. Dies fördert das Körpergefühl und räumliche Denkvermögen, was wiederum eine Vielzahl positiver Effekte hat, so zum Beispiel auf das Immunsystem oder die Fähigkeit, mathemathische Zusammenhänge zu erkennen.

 

So hilft Kovive

Um diese Negativspirale zu durchbrechen, bietet Kovive armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen Betreuungslösungen bei sorg-fältig ausgewählten Partnerfamilien an. Durch die Aufenthalte bei diesen Familien knüpfen die Kinder und Jugendlichen neue Kontakte, stärken ihre Bindungsfähigkeit und erfahren Schutz sowie Geborgenheit. Gleichzeitig wird die Herkunftsfamilie entlastet.

In den Kovive-Camps erhalten Kinder und Jugendliche neue Förderimpulse. Ausserhalb ihrer gewohnten Umgebung können sie ihre Sorgen vergessen, werden kognitiv und physisch gefördert und knüpfen neue Freundschaften.

Helfen Sie uns, Kinderarmut und ihre Folgen zu bekämpfen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie direkte und effiziente Hilfe für Kinder in schwierigen Lebensumständen.