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«Nie hätte ich mir solch tolle Abenteuer erträumt!»

Auch dieses Jahr ist die Kovive-Schatztruhe prall gefüllt mit glänzenden Campangeboten für abenteuerhungrige Kinder und Jugendliche wie Louisa. Die Neunjährige nahm bereits letztes Jahr am Camp Forscherreise auf der MS Yellow  teil und erlebte dort eindrückliche und unbeschwerte Tage, die ihr ein Leben lang bleiben:

«Auf der Yellow schlafen, im Wald Spuren entdecken und im Schnelltempo den Berg runterflitzen. Nie hätte ich mir solch tolle Abenteuer erträumt!»

Zusammen mit unseren Partnerorganisationen haben wir keine Mühe gescheut, lehrreiche und spannende Camps auf die Beine zu stellen, um Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten auch im 2020 unvergessliche Ferientage zu ermöglichen. Und die vielen jungen Teilnehmer*innen geben unserem Engagement Recht: die meisten unter ihnen melden sich wiederholt an. Aus ihren Rückmeldungen erfahren wir, weshalb sie immer wieder an den Kovive-Camps teilnehmen und welche Erlebnisse zu ihren ganz persönlichen Schätzen zählen.

 

Kovive-Kids Camp Highlights 2019

Im Camp Radioreporter und Sportskanonen hatte Nino besonders Freude am Radiomachen. Am tollsten fand er das Führen von Interviews und die Arbeit am Mischpult. Aber auch die abwechslungsreichen Ausflüge, so zum Beispiel die Kanufahrt auf der Thur, waren ein besonderes Highlight für den Elfjährigen. «Es war sehr cool! Ich war noch nie in so einem coolen Lager!» Am Ende des Camps stand für Nino wie für die meisten Teilnehmer*innen klar fest: «Nächstes Jahr komme ich wieder!»

Hier geht's zum Radio-Camp '20.

Bei allen tollen Erlebnissen, die die Kovive-Camps bereit halten, sind es manchmal die kleinen zwischenmenschlichen Gesten, die bei den Kindern den grössten Eindruck hinterlassen. Nach abwechslungsreichen Tagen im Camp Zottel, Zick und Zwerg, an denen Selina zusammen mt 11 anderen Mädchen und Buben Westernparcours druchlaufen, Gold gewaschen und Tiergehege ausgemistet hatte, war das allabendliche Ritual einer der Campleitenden das Highlight für die Neunjährige: «Regina hat uns jede Nacht umarmt. Das fand ich toll!»

Hier geht's zum Tier-Camp '20.

Die Kovive-Camps zeichnen sich aus durch Abenteuer, Spiel und Spass. Die Kinder machen dabei aber auch wichtige Lernerfahrungen, indem sie sich mit ungewohnten Situationen auseinandersetzen und an Regeln wie etwa das strikte Handy-Verbot halten müssen. So erlebte Romina im Flusspiraten-Camp, was es heisst bei Regen im Zelt zu schlafen und eine Woche ohne Handy auszukommen: «Ich habe zu schätzen gelernt, was ich habe. Zum Beispiel: Bett, Toilette, Dusche und dass es bessere Sachen gibt, als nur am Handy zu sein.»

Hier geht's zum Flusspiraten-Camp '20.

Im Camp Pferdefreunde hat Milan nicht nur einiges über die Pflege der eleganten Vierbeiner und das Reiten gelernt, sondern auch über das Zusammensein mit anderen Kindern: «Die Kinder waren oft laut und stritten viel. Aber Frieden zu haben ist schöner. Wenn man die anderen akzeptiert, macht das Lager Spass.» Zum Schluss des Camps hatte der Zwölfjährige neue Freunde gewonnen und war sich sicher, dass er an diesem Camp wieder teilnehmen wird.

Hier geht's zum Pferde-Camp '20.

Das Camp Forscherreise auf der MS Yellow verging für Simon viel zu schnell. Eine Woche wohnte der Zehnjährige mit 17 anderen Kindern auf dem Schiff und erlebte spannende Fahrten auf dem Zugersee. Zu seinen Highlights zählte er das Schwimmen im See und die Ausflüge an Land, wo er unter anderem lernen durfte, «dass es sehr starke Pflanzen gibt, dass es Superhero-Pflanzen gibt!» Das Camp war ein voller Erfolg für Simon. Hellauf begeistert resümierte er zum Schluss: «Ich könnte eine Million Mal in das Lager kommen!»

Hier geht's zum Schiff-Camp '20.

Zunächst noch etwas schüchtern und vorsichtig, gewann Anna im Camp Mut tut gut von Tag zu Tag an Selbstvertrauen. Motiviert von den fachkundigen Campleitenden traute sie sich beim Klettern an der steilen Felswand von Mal zu Mal mehr zu. Die aufbauenden Worte der Leiter*innen beeindruckten Anna sehr und erweckten einen grossen Wunsch in ihr: «Wenn ich älter bin, will ich auch mal leiten.»

Hier geht's zum Abenteuer-Camp '20.

 

Die vielen tollen Feedbacks haben uns dazu veranlasst, die Kovive-Schatztruhe dieses Jahr mit einigen neuen Perlen zu füllen:

 

Neu: Mathe-Camp 

  

Neu: Elfen & Einhörner-Camp 

  

Neu: Husky-Plausch

 

Obwohl nicht alle Mamis und Papis über die finanziellen Mittel verfügen, ihren Kindern die Ferien zu bieten, die sie verdienen, dürfen wir in unseren Camps jedes Jahr viele Teilnehmer*innen begrüssen, die bereits in der Vergangenheit von unserem Angebot profitiert haben. Denn dank Spenden sind die Kovive-Camps stark vergünstigt und die Preise an Einkommensstufen angepasst. Damit wirken wir gezielt der sozialen Ausgrenzung von armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen entgegen – ein Anliegen, das im Zentrum unseres Engagements liegt.

Helfen auch Sie uns weiterhin sicherzustellen, dass sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Genuss des Kovive Schatzes kommen und ihre Ferien sinnvoll und mit viel Freude verbringen dürfen.

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Vielen Dank!

Wir freuen uns schon jetzt auf jede Menge Spass, tolle Ausflüge und vor allem strahlende Kinderaugen.

Ein Gespräch unter Sorgenfresser*innen

Sorgenfresser*innen fressen, wie der Name schon sagt, Sorgen. Am allerbesten schmecken ihnen die Sorgen der Kinder. Denn Kindersorgen sind für den sorgenfresserischen Gaumen mehr als eine Delikatesse. Sie haben auch die schöne Nebenwirkung, dass Kinderherzen leichter werden. Und das lieben die Sorgenfresserchen, Freunde eines jeden Kindes, sogar noch mehr als ihre Leibspeise.

Für Kovive sind schon einige dieser kleinen Helfer*innen im Einsatz. Wenn sie sprechen könnten, würde sich ein Gespräch wohl wie das folgende anhören:

Zamzam: Du Fanfor, hat es dein Kind auch so schwer?

Fanfor: Ja, letztens hat Max auf seinen Zettel geschrieben, dass seine Mutter schon seit drei Jahren immer wieder krank ist. Und nun wurde auch noch seinem Vater das Sorgerecht entzogen!

Zamzam: Okay, das ist hart. Meine Lisa hat den Vater auch schon früh verloren. Die Mutter scheint sehr gefordert mit ihrem Job und den vier Kindern.

Fanfor: Zum Glück können unsere Kinder ihre Sorgen bei uns deponieren. Ich spüre jeweils gleich, wie es Max danach leichter ums Herz wird.

Zamzam: Da hast du recht. Aber die Familie können wir ihnen nicht ersetzen.

Fanfor: Schon... aber die Kovive-Partnerfamilien machen ihre Sache auch ganz gut.

Zamzam: Hoffentlich nicht ZU gut, sonst müssen wir beide bald Hunger leiden ;-)

 

 

 

Zamzam Scacciapensieri ist seit letztem Jahr Sorgenfresserin bei Kovive. Lisa, das Kind welches ihr anvertraut wurde, verbringt regelmässig Zeit bei ihrer Kovive-Familie. Angefangen als Pflegekind, geht sie heute noch für die Schulferien und gewisse Wochenenden im Jahr hin. Denn Lisas Situation hat sich dank der Hilfe von Kovive verbessert. Zamzam freut sich über leichtere Kost.

Fanfor Noworries ist ein Newcomer im Business. Bestens ausgebildet und hungrig auf den Job, begleitete er erst kürzlich den kleinen Max in seine neue Pflegefamilie. Max' Geschichte können Sie weiter unten lesen. Seit Max bei seiner Kovive-Familie lebt, geht es ihm deutlich besser. Trotzdem hat Fanfor zwischendurch noch happige Mahlzeiten zu verdauen.

Max' Odysee

«Erwachsene sind komisch...»

«Erwachsene sind komisch – nie machen sie das, was sie gesagt haben!» Kein Wunder, dass Max (Name geändert) so denkt. Als er in den neuen Kindergarten kam, sagte die Lehrerin: «Schön, dass du zu uns kommst!» Er fühlte sich wohl in der Gruppe und fand auch einen richtigen Freund, Lino. Doch schon fünf Wochen später wurde er wieder versetzt. Weil sein Mami ins Spital musste. Die Frau vom Sozialamt konnte ihm nicht sagen, wann sein Mami wiederkommt. Darum zügelte Max zu seinem Papi, der in einem anderen Dorf wohnt. Seinen Freund Lino hat er seither nicht mehr gesehen, obwohl Linos Vater sagte, er dürfe sicher mal zu Besuch kommen, sie würden etwas zusammen unternehmen. Aber als Max anrief um abzumachen, hatten Lino und sein Vater keine Zeit. Dann sagte sein Papi, dass Max jetzt auch nicht mehr bei ihm wohnen könne. Und der Kinderpsychologe erklärte ihm, er solle sich keine Sorgen machen, jedes Problem lasse sich lösen. Und schliesslich brachten sie Max in ein Kinderheim. «Nur für den Übergang», haben sie gesagt.

Max versteht die Welt nicht mehr

Max kann die Entscheidungen der Erwachsenen nicht nachvollziehen. Warum erklärt ihm nie jemand etwas, so dass er es versteht? Warum wird er herumgeschoben? Warum kann er nicht bei seinem Mami sein? Er weiss, Mami geht es nicht gut, aber er ist doch schon gross, er kann gut auf sich selber und auf sein Mami aufpassen, kein Problem. In seiner kindlichen Gedankenwelt kann Max nicht erfassen, dass seine Mutter schwere Depressionen hat und vermutlich noch lange nicht in der Lage sein wird, sich um ihn zu kümmern. Er kann auch nicht begreifen was es bedeutet, dass seinem Vater das Sorgerecht entzogen wurde. Und dass die Beiständin jetzt entscheidet, wo Max wohnen soll. Max hat das Gefühl, herumgeschoben zu werden. Aber er ist ein kleiner Kämpfer, er lässt sich immer wieder auf neue Situationen ein, versucht konstruktiv mitzumachen.

Endlich ein Lichtblick

Vor einigen Wochen setzte Max' Beiständin einen Meilenstein. Zusammen mit Kovive fand sie eine passende Pflegefamilie für den Jungen. Was für die Fachkräfte schon lange klar ist: Max braucht einen Ort, an dem er einfach Max sein kann. Nicht das Kind aus einer problembelasteten Familie, sondern einfach Max, das sechsjährige Kind. Flavia und Peter Gruber* und ihre beiden Töchter wollen Max genau das ermöglichen und ihm ein Zuhause bieten. Und was sagt Max dazu? Er ist anfänglich skeptisch, aber was soll er schon machen, vielleicht klappts ja diesmal?

Ein Neustart für Max

Heute ist ein grosser Tag für den kleinen Max. Seine Beiständin und die Frau von Kovive holen ihn im Kinderheim ab und begleiten ihn zu seiner Pflegefamilie. Mit gepackten Koffern und klopfendem Herzen steht er vor der Tür zu seinem neuen Zuhause.

Max‘ Blick ist schüchtern, sein Händedruck zaghaft. Doch Flavia Gruber ist erfahren genug, um Max die schwierige Situation zu erleichtern. «Hallo Max, schön, dich wiederzusehen», sagt sie mit einem offenen Lächeln zu ihm. «Komm rein, dann können wir uns besser kennenlernen.» Max geht hinter ihr durch die Tür und zieht gleich die Schuhe aus. «Du weisst anscheinend schon sehr gut, was sich gehört», lobt Flavia Gruber den Jungen. Ein schüchternes Lächeln huscht über Max‘ Gesicht. «Ja, mein Mami hat mir immer gesagt, dass ich sonst den Dreck in die Wohnung reinbringe», erzählt Max seiner neuen Pflegemutter. «Da hat sie natürlich vollkommen recht», pflichtet ihm Flavia Gruber bei. «Übrigens, deine Jacke kannst du jeweils hier hinhängen», sagt sie, indem sie auf Max‘ ganz persönlichen Garderobenhaken mit hölzernem Namensschild zeigt. «Das Schild haben wir extra für dich gebastelt.» Der Junge ist sichtlich beeindruckt. «M-A-X», entziffert er. Und Flavia Gruber staunt nicht schlecht, dass ihr Schützling schon seinen eigenen Namen lesen kann.

Familienalltag

Max ist nicht das einzige Kind der Familie. Seine zwei «Schwestern», 17 und 19 Jahre alt, freuen sich über das neue Familienmitglied. Sie sind es sich bereits gewohnt, ihre Eltern mit Pflegekindern zu teilen. Am Anfang fanden sie das etwas schwierig, doch mit der Zeit merkten sie, dass sie den Kindern helfen können. Auch Familienvater Peter Gruber heisst den Neuankömmling herzlich willkommen. Familie Gruber ist es wichtig, Max emotional abzuholen und ihn nicht zu überfordern. Es gibt deshalb kein Hurra-Programm. Nach dem Znacht werden die Ämtli verteilt. Max soll jeweils am Abend das herumliegende Spielzeug in Kisten packen. Da der aufregende Tag und die feinen Älplermagronen Max ganz müde gemacht haben, schlägt Flavia Gruber ihm vor, in sein Zimmer zu gehen und sich bettfertig zu machen. Max ist auf die versprochene Gutenachtgeschichte gespannt. Schon am Nachmittag hat Flavia Gruber den Kovive-Kinderkoffer auf Max‘ Bett deponiert. Dieser enthält nebst Malstiften und Tagebuch auch eine für Kinder verständliche Broschüre, die Max über seine Rechte als Pflegekind aufklärt, sowie Fotos von Max‘ Bezugspersonen. Und noch etwas befindet sich im Koffer: Ein Plüschtierchen, in dessen Mund man alle seine Sorgen und Nöte deponieren kann. Max legt das Sorgenfresserli sorgfältig neben sein Kopfkissen. Als Flavia Gruber sich dem Zimmer nähert, hört sie, wie er zu dem Plüschtier sagt: «Ich glaube, du wirst schon bald nicht mehr so viel zu essen bekommen.» Es sind Momente wie diese, die ihr die Bestätigung geben, dass sie das Richtige tut.

Von Zwiebeln und Gespenstern

Nach der Inspektion des Zimmers setzt sich Flavia Gruber mit Max an den Stubentisch. Darauf stehen bereits einige Kartons mit Spielen. Max entscheidet sich für das Spiel Junior Labyrinth, die kindgerechte Version des verrückten Labyrinths. Doch auch die Kinder-Version erfordert einiges an Konzentration – eine willkommene Ablenkung für Max. Dann ist es für Flavia Gruber an der Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Es gibt Älplermagronen. Max darf ihr natürlich beim Kochen über die Schulter schauen. «Mein Mami mag es, wenn es da ganz viele Zwiebeln drin hat. Aber ich finde das richtig grusig», meint Max. «Ich mache die Zwiebeln extra separat, dann kannst du sie einfach weglassen», beruhigt ihn Flavia Gruber.

Ein Gefühl der Verbundenheit

«Komm, nun zeige ich dir dein Zimmer und dann können wir ein Spiel spielen, wenn du magst.» Max‘ Augen beginnen zu leuchten. «Ich liebe Spiele. Mit meinem Papi habe ich immer das Angelspiel gemacht. Dabei habe ich fast immer gewonnen», sagt er voller Stolz. «Toll», meint Flavia Gruber dazu. «Dieses Spiel haben wir hier zwar nicht, aber dafür ganz viele andere, bei denen du gewinnen kannst.» Gemeinsam steigen die beiden die Treppe hoch. Max‘ Zimmer befindet sich gleich vis-à-vis von dem geräumigen Badezimmer. Es ist liebevoll dekoriert, an einer Wand hängt ein Paddington-Poster. Flavia Gruber erzählt ihren Schützlingen gerne die Geschichte des kleinen peruanischen Bären. Auch er wurde von seiner Familie getrennt und von einem ihm fremden Ehepaar aufgenommen. Die Kinder erhalten damit eine Identifikationsfigur und fühlen sich nicht mehr so «anders».

Im Einsatz für Clara

Ein Anruf verändert alles

Die fünfjährige Clara* weilt seit Freitag bei ihrer Kontaktfamilie. Nadja* und Roger* Huber* und deren Kinder Julia* und Robin* bilden seit zwei Jahren einen wichtigen Bestandteil in Claras Leben. Weil ihre alleinerziehende Mutter gesundheitliche Probleme hat, verbringt Clara jedes zweite Wochenende und den grössten Teil ihrer Kindergarten-Ferien bei Familie Huber. Alles ist wie immer. Doch an diesem Sonntag geschieht etwas Unvorhergesehenes.

Claras Geschichte, erzählt von Andrea vom Kovive-Team

Roger Huber und die Kinder spielen Fussball. Familienhündin Samira schaut dem wilden Treiben vom Gartensitzplatz aus zu und lässt sich genüsslich von Nadja Huber kraulen. Alle geniessen den schönen Herbsttag und die fröhliche Stimmung. Dann klingelt das Telefon. Es ist Claras Mama. Ihre Stimme ist zittrig, sie kann kaum sprechen. Nadja Huber beruhigt sie so gut es geht und sagt, sie melde sich wieder. Dann ruft sie den Bereitschaftsdienst von Kovive an. Andrea Amstutz, zuständige Fallführende, übernimmt sofort. Der Anruf bei der Kindsmutter bringt Klarheit: sie hat einen Nervenzusammenbruch erlitten und muss sich in Behandlung begeben. Sie befindet sich bereits in ärztlicher Obhut. Andrea Amstutz leitet die notwendigen Schritte gemäss Kovive-Notfallkonzept ein. Eigentlich hätte Familie Huber Clara noch an diesem Abend zurück zu ihrer Mutter gebracht. Was jetzt? Im sozialen Umfeld von Clara kommt niemand in Frage, der sich adäquat um das Mädchen kümmern kann. Eine sofortige Lösung ist also gefragt. Als nächstes fährt Andrea Amstutz zu Familie Huber. Erstens um sich ein Bild über Claras emotionalen Zustand zu machen. Zweitens um zu klären, wie es heute und morgen weitergeht. Kann Familie Huber Clara bis auf weiteres bei sich behalten? Die Voraussetzungen wären ideal. Clara kennt die Familie schon gut und fühlt sich wohl bei ihnen. Der Wohnort ist kompatibel mit Claras Kindergarten, der «normale» Tagesablauf wäre also gewährleistet.

Sicherer Hafen in schwierigen Zeiten

Andrea Amstutz erklärt Clara einfühlsam, dass ihr Mami heute Abend nicht zuhause sein kann, dass sie krank ist und Hilfe bekommt. Gemeinsam mit Nadja und Roger Huber vermittelt sie ihr Sicherheit und Halt. Natürlich fliessen Tränen bei Clara, sie drückt ihren Teddy ganz fest an sich. Clara weiss aber, dass sie sich auf ihre Kontaktfamilie verlassen kann. Nachdem sich die Aufregung gelegt hat, geht Nadja Huber mit Clara in das Kinderzimmer, dass sie sich mit Julia teilt. Zum Glück hat Clara genügend Kleider und persönliche Sachen dabei. Ganz oben im Fach liegt ein Bilderrahmen mit einem Foto von Clara und ihrem Mami. Das stellen die beiden jetzt auf Claras Nachttisch. An Nadjas Hand geht Clara zurück in den Garten. Samira erwartet sie schon freudig und wedelt aufgeregt mit dem Schwanz. Eines ist in dieser schwierigen Situation sicher: für Claras liebevolle Betreuung ist gesorgt!

* Namen wurden aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes geändert

Vikoria arbeitet zusammen mit Andrea bei Kovive. Sie setzt sich jeden Tag für Kinder wie Clara ein.

Hier erzählt Viktoria, warum sie von Kovives Arbeit überzeugt ist

Mit Herz und Kompetenz im Einsatz für Clara, Joël und viele andere Kinder

Montagmorgen, auf der Geschäftsstelle des Kinderhilfswerks Kovive, Abteilung Betreuungslösungen für Kinder und Jugendliche

7:50 Uhr, Anruf bei Kontaktfamilie und Beiständin

Gleich als erstes an diesem Montagmorgen ruft Andrea Amstutz Familie Huber an. Wie sich herausstellt, ist die Nacht ruhig verlaufen. Im Anschluss spricht Andrea Amstutz mit der Berufsbeiständin, die für Clara zuständig ist. Sie informiert sie über den Vorfall und bespricht mit ihr die nächsten Schritte, um Claras Betreuung sicherzustellen. Andrea Amstutz zeigt die Möglichkeit auf, dass Clara vorläufig als Pflegekind bei Familie Huber bleiben kann. Dafür müssen alle wichtigen Akteure und Stellen informiert und sich ihrer Aufgaben bewusst sein. Die Beiständin wird noch an diesem Nachmittag Clara besuchen und ihr die Siutation altersgerecht verständlich machen. Danach wird sie Andrea Amstutz über das weitere Vorgehen in Kenntnis setzen, sodass diese Clara und ihre Kontaktfamilie bestmöglich begleiten kann. Nadja und Roger Huber wissen um ihren Rückhalt und den Bereitschaftsdienst von Kovive, der zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet ist. Für alle Akteure ist eines klar: Das Wohlbefinden von Clara hat oberste Priorität!

8:15 Uhr, Teambesprechung

Wie jeden Montag trifft sich das Team «Betreuungslösungen» mit der Geschäftsleiterin Rita Borer zu einer kurzen Lagebesprechung. Was ist während des Wochenendes im Bereitschaftsdienst eingegangen? Wer übernimmt welchen Fall? Welche dringenden Aufgaben stehen an? Der «Fall Clara» steht an diesem Morgen ganz oben auf der Traktandenliste. Andrea Amstutz informiert über die Geschehnisse vom Sonntag, die bisher unternommenen Schritte und den aktuellen Stand.

9:35 Uhr, Anfrage für den siebenjährigen Joël

Die Teambesprechung ist soeben vorbei. Anja Amrein nimmt den Anruf eines Berufsbeistandes entgegen. Es geht um einen siebenjährigen Jungen - nennen wir ihn Joël - dessen Mutter dringend Hilfe braucht. Der Vater ist vor einem Jahr verstorben. Die berufstätige Mutter bewältigt seither den Alltag allein und kümmert sich liebevoll um Joël, kommt aber an die Grenzen. Bevor es zur Überforderung kommt, will der Beistand zum Wohl des Jungen für Entlastung sorgen und der Mutter die dringend benötigten Verschnaufpausen verschaffen. Das Betreuungsangebot von Kovive mit Kontaktfamilien eignet sich ideal. Konkret sucht er eine Kontaktfamilie, die den Buben jedes zweite Wochenende und während drei bis vier Ferienwochen betreut. Während dieser Zeit wird Joëls Mutter eine Weiterbildung absolvieren, um im Berufsleben wieder Fuss zu fassen. Anja Amrein holt erste Informationen über das Kind ein und informiert den Beistand über die weiteren Abäufe. Aufgrund der Fakten und weil alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann Anja Amrein den Vermittlungsauftrag annehmen. Jetzt gilt es, so bald wie möglich eine passende Kontaktfamilie für Joël zu finden.

10:10 Uhr, Suche nach Kontaktfamilie für Joël

Zusammen mit Andrea Amstutz und Viktoria Brem macht Anja Amrein eine kurze Bestandesaufnahme. Sie prüfen die Dossiers im «Partnerfamilien-Pool» der entsprechenden Region. Dabei gehen die Fallführenden immer von den Bedürfnissen des Kindes aus. Sein Entwicklungsstand und seine emotionalen, physischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle. Für manche Kinder ist eine Familie mit Kindern, mit Haustieren und viel Platz zum Austoben die richtige Umgebung. Andere fühlen sich bei einem kinderlosen Ehepaar wohler, finden dort die Ruhe und ungeteilte Aufmerksamkeit, die ihnen gut tut. Dieses Mal ist es eine fünfköpfige Familie, die im gleichen Kanton wie der Junge lebt, welche am besten auf das gesuchte Profil passt. Anja Amrein ruft an und schildert der Familienfrau die Dringlichkeit der Anfrage. Sie vereinbaren ein erstes Kennenlerntreffen noch in der selben Woche. Wenn «die Chemie» stimmt und alle Beteiligten einverstanden sind, kann der Bub noch diesen Monat ein Probewochenende bei der Familie verbringen. Danach wird die Form der Betreuung vertraglich vereinbart. Anja Amrein fungiert als Bindeglied zwischen der zuweisenden Stelle, dem Berufsbeistand und der Kovive-Kontaktfamilie. Bei jedem Schritt handelt sie zum Wohle von Joël.

14:00 Uhr, Standortgespräch für einen laufenden Fall

Mit der Vermittlung einer Partnerfamilie und den Aufenthalten der Kinder ist die Arbeit von Kovive keinesfalls abgeschlossen. Regelmässig organisiert die Fallführende Standortgespräche, zu denen alle Akteure eingeladen werden. Das Kind, seine Eltern oder Bezugspersonen, die gesetzliche Beistandschaft, die Kontaktfamilie und die Kovive-Fallführende treffen sich. Das Standortgespräch dient der Auswertung der Aufenthalte, der zukünftigen Planung und der Überprüfung des Kindeswohls. Die Erstellung des Notfall- szenarios inklusive aller Kontaktangaben ist ein zentraler Bestandteil. Auch hier wird dafür gesorgt, dass die Vertrauenspersonen des Kindes Teil des Szenarios sind.

 

* Hinweis zum Bild oben: Natürlich ist üblicherweise bei einem Standortgespräch das Kind, um dessen Betreuung es geht, mit dabei. Zum Schutz des Kindes ist dieses auf dem Bild aber nicht zu sehen.

** Namen wurden aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes geändert

Danceroboter bauen - Kinderleicht!

Forschertage "Dancebots": Forschen für alle

In diesem dreitägigen Workhop haben Kinder und Jugendliche unter fachlicher Anleitung von Forschenden der ETH Zürich ihren eigenen Tanz-Roboter gebaut. Die Kids löteten und bauten die Mechanik des Roborters auf, dekorierten ihn kreativ und hauchten ihm durch Programmieren Leben ein.

Dank grosszügiger Unterstützung eines anonymen Sponsors kann der FC Mels seine komplette Juniorenabteilung mit neuen T-Shirts bestücken. Das Spezielle an der Aktion: Sie wird in Partnerschaft mit dem Schweizer Kinderhilfswerk Kovive durchgeführt und gibt den Schwächsten unserer Gesellschaft eine Stimme. Das Schweizer Kinderhilfswerk Kovive setzt sich für das Wohl bedürftiger Kinder aus Familien ein, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.Wer könnte diese Botschaft im Sarganserland besser nach aussen tragen als rund 350 Juniorinnen und Junioren gemeinsam mit ihren Trainerinnen und Trainern? Vermutlich nur wenige. Das haben sich auch der FC Mels und sein anonymer Sponsor gedacht und rüsten die gesamte Juniorenabteilung mit neuen Fussballshirts aus. Die Leibchen dienen dabei nicht nur dem einheitlichen Auftritt und erfüllen einen funktionalen Charakter für den Verein und seine jungen Mitglieder, nein allen voran geht es darum, die Schwächsten unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken und auf die Betreuungslösungen und Förderangebote von Kovive hinzuweisenDie Hilfe für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz ist wichtig, soll gehört und gefördert werden. Die Hilfe für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz ist wichtig, soll gehört und gefördert werden. Der FC Mels ist stolzer Träger dieser Botschaft für den guten Zweck.

Nachmittag im Kindercamp "Radio und Sport" in Einsiedeln

Inklusive Briefmarkenspiel

Freiwillig engagiert als Kovive Campleiterin

Was mich motiviert