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Im Einsatz für Clara

Ein Anruf verändert alles

Die fünfjährige Clara* weilt seit Freitag bei ihrer Kontaktfamilie. Nadja* und Roger* Huber* und deren Kinder Julia* und Robin* bilden seit zwei Jahren einen wichtigen Bestandteil in Claras Leben. Weil ihre alleinerziehende Mutter gesundheitliche Probleme hat, verbringt Clara jedes zweite Wochenende und den grössten Teil ihrer Kindergarten-Ferien bei Familie Huber. Alles ist wie immer. Doch an diesem Sonntag geschieht etwas Unvorhergesehenes.

Claras Geschichte, erzählt von Andrea vom Kovive-Team

Roger Huber und die Kinder spielen Fussball. Familienhündin Samira schaut dem wilden Treiben vom Gartensitzplatz aus zu und lässt sich genüsslich von Nadja Huber kraulen. Alle geniessen den schönen Herbsttag und die fröhliche Stimmung. Dann klingelt das Telefon. Es ist Claras Mama. Ihre Stimme ist zittrig, sie kann kaum sprechen. Nadja Huber beruhigt sie so gut es geht und sagt, sie melde sich wieder. Dann ruft sie den Bereitschaftsdienst von Kovive an. Andrea Amstutz, zuständige Fallführende, übernimmt sofort. Der Anruf bei der Kindsmutter bringt Klarheit: sie hat einen Nervenzusammenbruch erlitten und muss sich in Behandlung begeben. Sie befindet sich bereits in ärztlicher Obhut. Andrea Amstutz leitet die notwendigen Schritte gemäss Kovive-Notfallkonzept ein. Eigentlich hätte Familie Huber Clara noch an diesem Abend zurück zu ihrer Mutter gebracht. Was jetzt? Im sozialen Umfeld von Clara kommt niemand in Frage, der sich adäquat um das Mädchen kümmern kann. Eine sofortige Lösung ist also gefragt. Als nächstes fährt Andrea Amstutz zu Familie Huber. Erstens um sich ein Bild über Claras emotionalen Zustand zu machen. Zweitens um zu klären, wie es heute und morgen weitergeht. Kann Familie Huber Clara bis auf weiteres bei sich behalten? Die Voraussetzungen wären ideal. Clara kennt die Familie schon gut und fühlt sich wohl bei ihnen. Der Wohnort ist kompatibel mit Claras Kindergarten, der «normale» Tagesablauf wäre also gewährleistet.

Sicherer Hafen in schwierigen Zeiten

Andrea Amstutz erklärt Clara einfühlsam, dass ihr Mami heute Abend nicht zuhause sein kann, dass sie krank ist und Hilfe bekommt. Gemeinsam mit Nadja und Roger Huber vermittelt sie ihr Sicherheit und Halt. Natürlich fliessen Tränen bei Clara, sie drückt ihren Teddy ganz fest an sich. Clara weiss aber, dass sie sich auf ihre Kontaktfamilie verlassen kann. Nachdem sich die Aufregung gelegt hat, geht Nadja Huber mit Clara in das Kinderzimmer, dass sie sich mit Julia teilt. Zum Glück hat Clara genügend Kleider und persönliche Sachen dabei. Ganz oben im Fach liegt ein Bilderrahmen mit einem Foto von Clara und ihrem Mami. Das stellen die beiden jetzt auf Claras Nachttisch. An Nadjas Hand geht Clara zurück in den Garten. Samira erwartet sie schon freudig und wedelt aufgeregt mit dem Schwanz. Eines ist in dieser schwierigen Situation sicher: für Claras liebevolle Betreuung ist gesorgt!

* Namen wurden aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes geändert

Vikoria arbeitet zusammen mit Andrea bei Kovive. Sie setzt sich jeden Tag für Kinder wie Clara ein.

Hier erzählt Viktoria, warum sie von Kovives Arbeit überzeugt ist

Mit Herz und Kompetenz im Einsatz für Clara, Joël und viele andere Kinder

Montagmorgen, auf der Geschäftsstelle des Kinderhilfswerks Kovive, Abteilung Betreuungslösungen für Kinder und Jugendliche

7:50 Uhr, Anruf bei Kontaktfamilie und Beiständin

Gleich als erstes an diesem Montagmorgen ruft Andrea Amstutz Familie Huber an. Wie sich herausstellt, ist die Nacht ruhig verlaufen. Im Anschluss spricht Andrea Amstutz mit der Berufsbeiständin, die für Clara zuständig ist. Sie informiert sie über den Vorfall und bespricht mit ihr die nächsten Schritte, um Claras Betreuung sicherzustellen. Andrea Amstutz zeigt die Möglichkeit auf, dass Clara vorläufig als Pflegekind bei Familie Huber bleiben kann. Dafür müssen alle wichtigen Akteure und Stellen informiert und sich ihrer Aufgaben bewusst sein. Die Beiständin wird noch an diesem Nachmittag Clara besuchen und ihr die Siutation altersgerecht verständlich machen. Danach wird sie Andrea Amstutz über das weitere Vorgehen in Kenntnis setzen, sodass diese Clara und ihre Kontaktfamilie bestmöglich begleiten kann. Nadja und Roger Huber wissen um ihren Rückhalt und den Bereitschaftsdienst von Kovive, der zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet ist. Für alle Akteure ist eines klar: Das Wohlbefinden von Clara hat oberste Priorität!

8:15 Uhr, Teambesprechung

Wie jeden Montag trifft sich das Team «Betreuungslösungen» mit der Geschäftsleiterin Rita Borer zu einer kurzen Lagebesprechung. Was ist während des Wochenendes im Bereitschaftsdienst eingegangen? Wer übernimmt welchen Fall? Welche dringenden Aufgaben stehen an? Der «Fall Clara» steht an diesem Morgen ganz oben auf der Traktandenliste. Andrea Amstutz informiert über die Geschehnisse vom Sonntag, die bisher unternommenen Schritte und den aktuellen Stand.

9:35 Uhr, Anfrage für den siebenjährigen Joël

Die Teambesprechung ist soeben vorbei. Anja Amrein nimmt den Anruf eines Berufsbeistandes entgegen. Es geht um einen siebenjährigen Jungen - nennen wir ihn Joël - dessen Mutter dringend Hilfe braucht. Der Vater ist vor einem Jahr verstorben. Die berufstätige Mutter bewältigt seither den Alltag allein und kümmert sich liebevoll um Joël, kommt aber an die Grenzen. Bevor es zur Überforderung kommt, will der Beistand zum Wohl des Jungen für Entlastung sorgen und der Mutter die dringend benötigten Verschnaufpausen verschaffen. Das Betreuungsangebot von Kovive mit Kontaktfamilien eignet sich ideal. Konkret sucht er eine Kontaktfamilie, die den Buben jedes zweite Wochenende und während drei bis vier Ferienwochen betreut. Während dieser Zeit wird Joëls Mutter eine Weiterbildung absolvieren, um im Berufsleben wieder Fuss zu fassen. Anja Amrein holt erste Informationen über das Kind ein und informiert den Beistand über die weiteren Abäufe. Aufgrund der Fakten und weil alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann Anja Amrein den Vermittlungsauftrag annehmen. Jetzt gilt es, so bald wie möglich eine passende Kontaktfamilie für Joël zu finden.

10:10 Uhr, Suche nach Kontaktfamilie für Joël

Zusammen mit Andrea Amstutz und Viktoria Brem macht Anja Amrein eine kurze Bestandesaufnahme. Sie prüfen die Dossiers im «Partnerfamilien-Pool» der entsprechenden Region. Dabei gehen die Fallführenden immer von den Bedürfnissen des Kindes aus. Sein Entwicklungsstand und seine emotionalen, physischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle. Für manche Kinder ist eine Familie mit Kindern, mit Haustieren und viel Platz zum Austoben die richtige Umgebung. Andere fühlen sich bei einem kinderlosen Ehepaar wohler, finden dort die Ruhe und ungeteilte Aufmerksamkeit, die ihnen gut tut. Dieses Mal ist es eine fünfköpfige Familie, die im gleichen Kanton wie der Junge lebt, welche am besten auf das gesuchte Profil passt. Anja Amrein ruft an und schildert der Familienfrau die Dringlichkeit der Anfrage. Sie vereinbaren ein erstes Kennenlerntreffen noch in der selben Woche. Wenn «die Chemie» stimmt und alle Beteiligten einverstanden sind, kann der Bub noch diesen Monat ein Probewochenende bei der Familie verbringen. Danach wird die Form der Betreuung vertraglich vereinbart. Anja Amrein fungiert als Bindeglied zwischen der zuweisenden Stelle, dem Berufsbeistand und der Kovive-Kontaktfamilie. Bei jedem Schritt handelt sie zum Wohle von Joël.

14:00 Uhr, Standortgespräch für einen laufenden Fall

Mit der Vermittlung einer Partnerfamilie und den Aufenthalten der Kinder ist die Arbeit von Kovive keinesfalls abgeschlossen. Regelmässig organisiert die Fallführende Standortgespräche, zu denen alle Akteure eingeladen werden. Das Kind, seine Eltern oder Bezugspersonen, die gesetzliche Beistandschaft, die Kontaktfamilie und die Kovive-Fallführende treffen sich. Das Standortgespräch dient der Auswertung der Aufenthalte, der zukünftigen Planung und der Überprüfung des Kindeswohls. Die Erstellung des Notfall- szenarios inklusive aller Kontaktangaben ist ein zentraler Bestandteil. Auch hier wird dafür gesorgt, dass die Vertrauenspersonen des Kindes Teil des Szenarios sind.

 

* Hinweis zum Bild oben: Natürlich ist üblicherweise bei einem Standortgespräch das Kind, um dessen Betreuung es geht, mit dabei. Zum Schutz des Kindes ist dieses auf dem Bild aber nicht zu sehen.

** Namen wurden aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes geändert

Danceroboter bauen - Kinderleicht!

Forschertage "Dancebots": Forschen für alle

In diesem dreitägigen Workhop haben Kinder und Jugendliche unter fachlicher Anleitung von Forschenden der ETH Zürich ihren eigenen Tanz-Roboter gebaut. Die Kids löteten und bauten die Mechanik des Roborters auf, dekorierten ihn kreativ und hauchten ihm durch Programmieren Leben ein.

Dank grosszügiger Unterstützung eines anonymen Sponsors kann der FC Mels seine komplette Juniorenabteilung mit neuen T-Shirts bestücken. Das Spezielle an der Aktion: Sie wird in Partnerschaft mit dem Schweizer Kinderhilfswerk Kovive durchgeführt und gibt den Schwächsten unserer Gesellschaft eine Stimme. Das Schweizer Kinderhilfswerk Kovive setzt sich für das Wohl bedürftiger Kinder aus Familien ein, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.Wer könnte diese Botschaft im Sarganserland besser nach aussen tragen als rund 350 Juniorinnen und Junioren gemeinsam mit ihren Trainerinnen und Trainern? Vermutlich nur wenige. Das haben sich auch der FC Mels und sein anonymer Sponsor gedacht und rüsten die gesamte Juniorenabteilung mit neuen Fussballshirts aus. Die Leibchen dienen dabei nicht nur dem einheitlichen Auftritt und erfüllen einen funktionalen Charakter für den Verein und seine jungen Mitglieder, nein allen voran geht es darum, die Schwächsten unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken und auf die Betreuungslösungen und Förderangebote von Kovive hinzuweisenDie Hilfe für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz ist wichtig, soll gehört und gefördert werden. Die Hilfe für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz ist wichtig, soll gehört und gefördert werden. Der FC Mels ist stolzer Träger dieser Botschaft für den guten Zweck.

Nachmittag im Kindercamp "Radio und Sport" in Einsiedeln

Inklusive Briefmarkenspiel

Freiwillig engagiert als Kovive Campleiterin

Was mich motiviert